| Unter den Wolken: Segelflug-WM im brandenburgischen Lüsse |
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Weinheim/Lüsse. Der Weinheimer Luftsportverein hat nicht nur Potenzial, um bei sportlichen Großveranstaltungen – Patrick Gai (WM) und Barbara Müller (DM) - aktiv an den Start gehen zu dürfen. Mit dem 59-jährigen Piloten und Funktionär des DAeC, Fred Gai stellt der Weinheimer Club bei den 30. Weltmeisterschaften der Segelflieger einen Teilnehmer in der Wettbewerbsleitung. „In drei Kategorien – 15-Meter-, 18-Meter- und Offene Klasse – haben 130 Teilnehmer aus 35 Nationen gemeldet, das ist gleich zweifacher Rekord,“ sagte Fred Gai. . Erstmals sind Chilenen, Türken und Serben bei einer WM am Start; damit sind Flieger aller Kontinente dabei. Seit mehr als 100 Jahren gibt es Segelflugzeuge, inspiriert und mit entwickelt von dem Deutschen Otto Lilienthal. 1937 gab es die ersten Weltmeisterschaften - ausgetragen in Deutschland. Vom 2. bis zum 16. August treffen sich die weltbesten Segelflieger nun zum fünften Male in ihrer 70-jährigen Geschichte in Deutschland: in Lüssen bei Belzig, also im südlichen Brandenburg, rund 80 km südwestlich von Berlin. Ausrichter der Wettkämpfe ist der Flugsport-Club Charlottenburg. Man versucht an so vielen Tagen wie möglich innerhalb einer bestimmten Zeit jeweils so weit wie möglich zu fliegen. Eine „Black Box“ an Bord zeichnet jede Route auf. Gesegelt werden darf nur bis zu 3000 Meter Höhe innerhalb eines großen Vierecks zwischen Hamburg und Ueckermünde, Zittau und Bad Kissingen. Auch ein schmaler Teil Westpolens kann überflogen werden, während der Großraum Berlin inklusive Potsdam gesperrt ist. Fred Gai, der seit vielen Jahren schon Mitglied beim LSV Weinheim ist, hat sich mit zunehmendem Alter den Aktivitäten am Boden verschrieben. Einige Jahre fungierte der stellvertretende Vorsitzende der Segelflugkommission im DAeC (Deutscher Aero Club) schon als Teamchef der Nationalmannschaft. Sein Wissen um die Regeln und Wetterprognosen ist auch bei internationalen Wettbewerben gefragt.
Schon 30 Mal war er Wettbewerbsleiter bei den internationalen Vergleichsfliegen in Hockenheim. In Lüsse ist er stellvertretender Wettbewerbsdirektor, zuständig für die Regeln und deren Umsetzung. Fred Gai ist seit dem 26. Juli, in der Trainingswoche vor Ort und hat alle Hände voll zu tun. „Es ist schon eine riesige Aufgabe alle 130 Piloten zu überwachen, da kommt man kaum zum Schlafen,“ so Gai, im Hauptberuf Geschäftsführer einer Weinheimer Software-Entwicklungsfirma. „Aber die Segelfliegerei macht mir nach wie vor großen Spaß, auch wenn der Zeitrahmen für Privates oft zu kurz kommt.“ pfr. |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 11. August 2008 ) | ||